Esslinger ReparaturCafé

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»Nausschmeißa? Hanoi!« Unter diesem Motto werden im ReparaturCafé kaputte Dinge selbst, gemeinsam mit Experten oder anderen Teilnehmern repariert.
Ob Kleidung, kleine Möbel, Elektrogeräte oder andere Gebrauchsgegenstände – ein Kandidat fürs ReparaturCafé ist alles, was kaputt ist, aber zu schade zum Wegschmeißen – und alles, was von einem Menschen getragen werden kann. Hier lassen sich Rohstoffe, Ressourcen und eigenes Geld sparen, man trifft nette Menschen, hilft oder lässt sich helfen oder trinkt einfach nur einen Kaffee.
Hier gehts zum Bericht in der Esslinger Zeitung: Reparatur Café

Das Reparatur-Café findet alle zwei Monate statt, immer am letzten Samstag im Monat.
Nächster Termin:
29. Juli 2017
von 11:00 bis 17:00 Uhr
im ZAK – Zentrum für Arbeit und Kommunikation, Franziskanergasse 7 (beim Blarerplatz)

 

 

Politische Matinée: Die Angst der Machteliten vor dem Volk – Demokratie-Management durch Soft Power-Techniken

Mausfeld

Prof. Dr. Rainer Mausfeld

Vorführung der Aufzeichnung seines Vortrags vom November 2016 mit anschließender Diskussion

Datum: Sonntag, den 25. Juni 2017, 10:30 – 12:30 Uhr
Ort:        Kulturzentrum Dieselstrasse, Dieselstr. 26, Esslingen

Wenn eine überschaubare Gruppe von Menschen dauerhaft über die große Masse Macht ausüben will, ist die Stabilität des Systems nur dann zu erreichen, wenn man die wichtigste Ressource kontrolliert: Wissen. Was das Volk nicht weiß, noch nicht einmal erahnt, kann es auch nicht auf die Barrikaden bringen. Nach diesem simplen Prinzip herrschen die sogenannten Eliten nun schon seit Tausenden von Jahren über ihre jeweiligen Untertanen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein System sich „Demokratie“ nennt oder nicht. Immer sind es nur sehr wenige, die bestimmen, was offiziell überhaupt gewusst wird.
Mit der Informationsrevolution werden die Karten neu gemischt; der Staat bzw. die, die ihn zusammenstellen, haben das Monopol auf veröffentlichtes Wissen verloren. Umso allergischer reagiert jeder Machtapparat auf sogenannte Whistleblower, die man früher abwertend als Verräter bezeichnete. Verräter wie Edward Snowden destabilisieren die Machtpyramide, indem sie dem Volk, den Massen, die Möglichkeit geben zu erkennen, wie man sie beherrscht.
Herrschaft kann aber nur effektiv agieren, wenn sie unsichtbar bleibt. Vor allem auf dem Feld der Sozialforschung hat die Elite gegenüber dem Bürger einen enormen Wissensvorsprung. Die Machthaber können das Wesen „Mensch“ heute bis in die kleinsten Teile zerlegen und manipulieren. Dazu setzen sie physische und psychische Machttechniken ein. In seinem Vortrag enttarnt Rainer Mausfeld diese so genannten „Soft Power-Techniken“ und zeigt, wie sie funktionieren: Demokratiemanagement durch Ideologieerzeugung, Lethargieerzeugung, Techniken der Mentalvergiftung, Meinungsmanipulation und Indoktrination.
In Absprache mit Prof. Mausfeld zeigen wir die Aufzeichnung seines Vortrags „Die Angst der Machteliten vor dem Volk“, den er im November 2016 auf Einladung der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) in Hamburg gehalten hat.
In der anschließenden Diskussion sollen die Inhalte des Vortrags mit der konkreten politischen Praxis in Bezug gebracht werden. Es geht um die Frage, wie man die Ohnmacht überwinden und gewonnene Einsichten in ein geeignetes politisches Handeln umsetzen kann.
Die Chance auf Veränderung beginnt im Kopf. Wissen ist der Schlüssel – mehr Wissen bei den Massen.

Prof. Dr. Rainer Mausfeld ist Hochschulprofessor für Allgemeine Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Seine Schwerpunkte sind Wahrnehmungspsychologie und Kognitionswissenschaft.

Eine Veranstaltung der AG Politische Matinee in Kooperation mit Kulturzentrum Dieselstraße, ESIG – Esslinger Initiative für Gemeinsinn e. V. und DIE LINKE Esslingen

Politische Matinée: Brücken zur Esslinger Verkehrswende

Monheim    Vortrag und Diskussion

mit Prof. Dr. Heiner Monheim

Datum:  Sonntag, den 23. Juli 2017, 10.30 -12.30 Uhr
Ort:         Kulturzentrum Dieselstrasse, Dieselstr. 26, Esslingen

Jahrzehntelang sind Stadt und Land autogerecht umgebaut worden, um Mobilitätsbedürfnisse und daraus folgender Energieabhängigkeit zu befriedigen. Auch wenn sich dieser Wandel oft nur unmerklich vollzieht: Die Folgen davon spüren wir alle. Welche Chancen haben alternative Lösungen, die Fussgängern, Fahrrädern (vor 200 Jahren als Laufmaschine erfunden), dem Öffentlichen Personenverkehr und der Schiene wieder mehr Raum und Gewicht verleihen? Wie können wir die Belastungen durch Lärm, Abgase, Feinstaub, Flächenverbrauch, Klimawandel, Ölkriege, u.v.a.m., die der Autoverkehr mit sich bringt, reduzieren? Können wir uns die für PKW und LKW notwendige Infrastruktur überhaupt noch leisten, wenn die öffentlichen Haushalte Strassen- und Brückenreparaturen kaum stemmen können?

Heiner Monheim ist Geograf, Stadtplaner und Verkehrsexperte. Mit viel Leidenschaft und Energie kämpft er seit vielen Jahren für lebenswertere Städte, einen besseren öffentlichen Verkehr, für eine moderne, innovative Verkehrspolititik und gegen wahnwitzige Großprojekte – wie z. B. das Milliardenmonstrum Stuttgart 21. Seine thematischen Schwerpunkte sind Mobilität allgemein und speziell Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Städtebau und Verkehr.
Mitglieder des ADFC, des VCD und des Bündnisses Esslingen aufs Rad werden die Esslinger Situation im Verkehr, die lokale Feinstaub-Belastungssituation, verschärfte Verkehrsbelastung durch geplante Neubaugebiete, Fehlplanungen bei den anstehenden Brückenerneuerungen etc. kurz darstellen.
Eine Veranstaltung der AG Politische Matinee in Kooperation mit Kulturzentrum Dieselstraße, ESIG – Esslinger Initiative für Gemeinsinn e. V. ,
dem Bündnis Esslingen aufs Rad, dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) und dem VCD (Verkehrsclub Deutschland).

 

Spendet für FESTO, damit die AG sich das Geld für die neue Kreuzung leisten kann.

Festoturm   
FESTO hat unsere Stadtverwaltung, und die Mehrheit der Stadtmütter und -Väter überzeugt: „wenn Sie uns nicht unterstützen, bleiben wir langfristig nicht hier!“ Für FESTO gibt’s daher gemäß seiner „Bedeutung“: die Genehmigung für den Bau des ökologisch umstrittenen Ingenieurturms auf dem Zollberg; und Kreuzungen, die den Stau durch den dadurch verursachten zusätzlichen Pkw-Ziel- und Quellverkehr abmildern sollen. Die Kofinanzierung der 2,6 Mio € teuren Kreuzung wurde 2013 vertraglich vereinbart. FESTO verpflichtete sich, 24,4% der Kosten zu bezahlen. Müssen Verträge für jeden gelten? Jetzt bettelte FESTO bei OB und Gemeinderat: man könne von den vertraglich zugesagten 634.000 € nur 317.000 € bezahlen: also bitte, liebe Stadt. Das „böse“ Land zahlt ja nur übliche Preise für die von FESTO eingebrachten Grundstücke! FESTO jedoch hat Höchstpreise erwartet!
FESTO schreibt 2015 Rekordumsätze: 2,64 Mrd € mit zweistelligen Zuwachsraten in Kernmärkten! Über Gewinne schweigt die AG, doch es seien „genug, um kräftig zu investieren“. „Wieso zahlt die Stadt dann für FESTO zusätzlich 317.00 €?“ fragen sich viele Esslinger. Die Stadt kann kaum Ihr Klinikum finanzieren, sie hat schon riesige Schulden und muss sich für die Sanierung von drei Neckarbrücken noch weiter verschulden! OB Zieger stellt sich wieder mal „schützend vor FESTO!“ und „Zähneknirschende“ Gemeinderäte von SPD, CDU und Freien Wählern sind unfähig zu einem NEIN. Es sei „ein Beitrag zur vertrauensvollen Zusammenarbeit!“ Die sich Esslingen also von FESTO erkaufen muss?
„Da müssen wir FESTO helfen“ so Rainer Seybold von ESIG, der Esslinger Initiative für Gemeinsinn! Der arme Familienbetrieb! Das rührt uns zu Tränen. Also starten wir eine Spendenkampagne für FESTO.
Konto FESTO AG, IBAN DE62 6117 0076 0041 0100 00 Verwendungszweck: Kreuzungskreuzer.
(Manchmal kann man das Verhalten unserer OBeren nur mit Humor ertragen.)