Politische Matinée: Wandel braucht Sicherheit

Digitalisierung und Decarbonisierung in der Metall- und Elektroindustrie

                                   Vortrag und Diskussion mit Gerhard Wick

Datum: Sonntag, 23. September 2018, 10:30 – 12:30 Uhr
Ort:        Kulturzentrum Dieselstraße, Dieselstraße 26, Esslingen

Jeder industrielle Wandel schafft Unsicherheit für Beschäftigte, Unternehmen und Gesellschaft. Mal mehr, mal weniger.
Die anstehenden technologischen Veränderungen unter den Stichworten Digitalisierung und vor allem „Weg von fossilen Brennstoffen“ (Decarbonisierung) werden die Wirtschaft, die Arbeitsplätze und unsere Art zu leben umkrempeln.

Zuerst denkt man E-Autos und die vielen digitalen Helfer, an die wir uns schon gewöhnt haben. In einer Region, in der hunderttausende Arbeitsplätze an der Produktion von Automobilen mit Verbrennungsmotor hängen, könnte man leicht in Panik verfallen. Es ist aber nicht nur die Autoindustrie betroffen, sondern auch die Zulieferer, die Maschinenbauer und die Heizungshersteller. Sollen die Klimaziele erreicht werden, müssen auch die Heizungen in unseren Häusern auf regenerative Energie umgestellt werden.
Ein „weiter so“ ist nicht mehr möglich. Also muss der Wandel gestaltet werden. Damit der Wandel auch in der Gesellschaft akzeptiert wird, braucht es Sicherheit für Beschäftigte, Unternehmen und Gesellschaft.

Gerhard Wick ist 1. Bevollmächtigter der IG Metall Esslingen. Er will am Beispiel der Metall- und Elektroindustrie erste Überlegungen der IG Metall vorstellen.

Politische Matinée am späten Sonntagvormittag in der angenehmen Atmosphäre des Kulturzentrums Dieselstraße – bei Kaffee, Tee und Butterbrezeln.
Eintritt frei, Spende erbeten

Eine Veranstaltung von AG Politische Matinée in Kooperation mit Kulturzentrum Dieselstraße, DIE LINKE Esslingen und Interkulturelles Forum Esslingen e. V. (adg)

Politische Matinée: Hintergründe zur Weltwirtschaftslage – Wege in eine menschliche Wirtschaft

           Vortrag und Diskussion                   mit Prof. Dr. Christian Kreiß

Datum: Mittwoch,  17.Oktober 2018 , 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort:        Kulturzentrum DIESELSTRASSE, Dieselstr. 26, Esslingen

Im ersten Teil der Veranstaltung werden ungünstige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen aufgezeigt, die uns das soziale Leben unnötig erschweren und unter anderem zur Finanzkrise und der labilen Wirtschafts- und Finanzlage in Europa geführt haben. Insbesondere wird gezeigt, dass unser momentanes Wirtschaftssystem nicht nachhaltig ist. Dabei wird auch auf die geistigen und weltanschaulichen Hintergründe eingegangen.
Im zweiten Teil werden Wege beschrieben, wie wir zu einer menschlichen Wirtschaft und Gesellschaft kommen können. Vor allem stellen sich dabei die Fragen: Was können wir gemeinsam tun? Was kann jeder Einzelne tun?“

Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962, studierte Volkswirtschaftslehre und promovierte in München über die Große Depression 1929 bis 1932. Nach neun Jahren Berufstätigkeit als Bankier in verschiedenen Geschäftsbanken, davon sieben Jahre als Investment Banker, unterrichtet er seit 2002 als Professor an der Hochschule Aalen Finanzierung und Wirtschaftspolitik. 2004 und 2006 hielt er an der University of Maine, USA, Master of Business Administration (MBA)-Vorlesungen über Investment Banking. Autor von vier Büchern; zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge, Rundfunk- und Fernsehinterviews und Einladungen in den Bundestag als Experte zu Finanzkrise, geplantem Verschleiß, gekaufte Forschung, Werbekritik und Wegen in eine menschengerechte Wirtschaft. Homepage: www.menschengerechtewirtschaft.de

Politische Matinée am späten Sonntagvormittag in der angenehmen Atmosphäre des Kulturzentrums Dieselstraße – bei Kaffee, Tee und Butterbrezeln.
Eintritt frei, Spende erbeten

Eine Veranstaltung der AG Politische Matinee in Kooperation mit Kulturzentrum DIESELSTRASSE, Interkulturelles Forum Esslingen e. V. (adg) und ESIG – Esslinger Initiative für Gemeinsinn e. V. und Arbeitskreis Ökonomie

Politische Matinée: 100 Jahre Frauenwahlrecht – Was bleibt für die Frauenfrage der Gegenwart?

  Vortrag

und Diskussion mit Professorin Dr. Frigga Haug

Datum: Sonntag, den 4.November 2018 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Ort:        Kulturzentrum Dieselstrasse Esslingen, Dieselstr. 26

Viele werden sich mit Entsetzen und Anerkennung der Bilder von den Wahlrechtskämpfen der Frauen vor 100 Jahren erinnern – teils mit Empörung über die Brutalität der Ordnungskräfte, vor allem aber mit Anerkennung für den Mut dieser Frauen.
Der Vortragstitel »Was bleibt danach zu tun?“ zwingt dazu, Rechenschaft abzulegen über das, was in den Kämpfen und in der folgenden Realität des Wahlrechts erreicht wurde.
Diese Matinee beschränkt sich auf die westliche Kultur. Frigga Haug referiert hier einige Aussagen zum spezifisch Menschlichen in fortschrittlichen Wissenschaften mit dem vorläufigen Ergebnis, dass Frauen dieses Stadium der Menschwerdung doch noch nicht erreicht haben. Sie wendet sich dann, um das Ausmaß dieser Aufgabe zu vermessen, der schönen Literatur zu. An ausgewählten Beispielen von Virginia Woolf (1934) und fast 50 Jahre später Christa Wolf (1980) zeichnet sie ein Bild von den Problemen, die dem politischen Eingreifen von Frauen entgegenstehen. Diese betreffen sowohl die Frauen als Persönlichkeiten als auch die gesellschaftlichen Umstände, in denen sie leben.

Was liegt an uns und was müssen wir tun, dass Frauen sich nicht nur für ihr Heim, sondern für die ganze Welt verantwortlich fühlen, und diese wohnlich für alle einrichten wollen? Ein Ziel, zu dem das Wahlrecht nur eine formale, aber notwendige Vorstufe ist.
Mit diesen Fragen und Zielen setzen sich im zweiten Teil der Veranstaltung die Teilnehmerinnen des Podiumsgesprächs auseinander. Dieses Gespräch geht dann in die Diskussion mit dem Publikum über; dazu laden wir Sie herzlich ein!

Frigga Haug war bis 2001 Professorin für Soziologie an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik.
Als Soziologin und Philosophin, Marxistin und Feministin engagierte sie sich u. a. in der Antiatombewegung, beim SDS, in der Frauenbewegung sowie in der gewerkschaftlichen und kirchlichen Erwachsenenbildung. Sie war Mitbegründerin der Berliner Volksuni und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac. Sie ist Geschäftsführerin des Argument-Verlags, Mitherausgeberin und Autorin.

Mit auf dem Podium:
Barbara Straub, Leiterin Referat für Chancengleichheit der Stadt Esslingen
Alexa Conradi, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle im Interkulturellen Forum Esslingen (adg) e. V.

Eine Veranstaltung von AG Politische Matinee in Kooperation mit Kulturzentrum Dieselstraße, Interkul-turelles Forum Esslingen e. V. (adg), ESIG – Esslinger Initiative für Gemeinsinn e. V., Vhs Esslingen und Referat für Chancengleichheit Esslingen.

Eintritt frei, Spende erbeten

Esslinger ReparaturCafé

»Kaputt ist keine Antwort! « Unter diesem Motto können im ReparaturCafé
kaputte Dinge selbst, gemeinsam mit versierten Helfern oder anderen
Gästen repariert werden.
Ob Kleidung, kleine Möbel und andere Dinge aus Holz, Geräte mit und ohne
Kabel, Spielzeug oder andere Gebrauchsgegenstände: alles, was kaputt
ist, aber zu schade zum Wegwerfen ist ein Kandidat fürs ReparaturCafé.
Einzige Einschränkung: pro Gast nur ein Gegenstand, der nicht grösser
und schwerer sein darf als ein Mensch tragen kann – die Waschmaschine
muss also zu Hause bleiben.
So lassen sich Rohstoffe, Ressourcen und nicht zuletzt eigenes Geld
sparen, man trifft nette Menschen, hilft oder lässt sich helfen, lernt
etwas dazu oder trinkt einfach nur einen Kaffee.
Mehr Informationen finden Sie hier: www.reparaturcafe-esslingen.de

Das Reparatur-Café findet alle zwei Monate statt:
Nächster Termin:
17.November 2017
von 11:00 bis 17:00 Uhr
im ZAK – Zentrum für Arbeit und Kommunikation, Franziskanergasse 7 (beim Blarerplatz)